Tipps für Eltern

Nikolausbesuch vorbereiten: Die Checkliste für Eltern

· 6 Min. Lesezeit · Eventhelden

Nikolaus mit Mitra liest zwei Kindern im Wohnzimmer aus dem Goldenen Buch vor, die Eltern sitzen dabei

Ein Nikolausbesuch dauert nur eine knappe halbe Stunde – und bleibt Kindern oft viele Jahre in Erinnerung. Ob dieser Moment schön wird, entscheidet sich zu einem großen Teil schon vorher. Mit dieser Checkliste bereiten Sie sich und Ihre Kinder in Ruhe vor: von der Buchung über den Abend selbst bis zu den Tagen danach.

1. Rechtzeitig planen

Die gefragtesten Termine sind der 5. und 6. Dezember am späten Nachmittag und frühen Abend – also genau dann, wenn die meisten Familien zu Hause sind. Diese Zeitfenster sind erfahrungsgemäß als Erstes vergeben. Wer flexibel ist, findet auch in den Tagen davor oder danach schöne Termine; für Kinder ist der Besuch deshalb nicht weniger besonders.

Überlegen Sie vor der Buchung kurz:

  • Wer ist dabei? Nur Ihre eigenen Kinder oder auch Cousinen, Nachbarskinder oder Großeltern?
  • Welche Uhrzeit passt? Kleine Kinder sind vor dem Abendessen meist aufmerksamer als kurz vor dem Schlafengehen.
  • Wie lang soll der Besuch sein? Für ein oder zwei Kinder reichen oft 20 Minuten. Bei mehreren Kindern oder einem Gedicht pro Kind lohnt sich etwas mehr Zeit. Unsere Pakete liegen zwischen 20 und 35 Minuten.

2. Angaben für das Goldene Buch

Das Herzstück eines guten Nikolausbesuchs ist das Goldene Buch. Wenn der Nikolaus darin Dinge vorliest, die wirklich nur auf Ihr Kind zutreffen, entsteht der Moment, an den sich Familien noch Jahre später erinnern. Dafür braucht er von Ihnen ein paar Informationen.

Nikolaus hält das aufgeschlagene Goldene Buch mit persönlichen Einträgen zu den Kindern
Je persönlicher die Einträge im Goldenen Buch, desto größer das Staunen.

Was sich gut eignet

  • Vorname und Alter jedes Kindes – bei Spitznamen gerne beides.
  • Etwas, das es neu gelernt hat: schwimmen, Schuhe binden, die ersten Buchstaben schreiben.
  • Etwas, worauf es stolz sein kann: dem Geschwisterkind geholfen, tapfer beim Arzt gewesen, im Verein durchgehalten.
  • Hobbys und Lieblingsdinge: Fußball, Dinosaurier, Pferde, ein Lieblingskuscheltier mit Namen.
  • Ein kleiner, liebevoller Ansporn: zum Beispiel „noch ein bisschen öfter aufräumen" – freundlich formuliert, nie als Drohung.

Was Sie besser weglassen

  • Ernste Probleme wie Schwierigkeiten in der Schule, Bettnässen oder Streit in der Familie. Das gehört nicht in einen fröhlichen Abend.
  • Vergleiche mit Geschwistern („Warum kannst du nicht so ordentlich sein wie …").
  • Alles, was vor Gästen peinlich sein könnte.

Als Faustregel gilt: drei Mal Lob, höchstens ein kleiner Ansporn. Bei uns geben Sie diese Angaben direkt bei der Buchung ein und können sie beim Anruf am Vortag noch ergänzen.

3. Das Kind vorbereiten – je nach Alter

Wie viel Sie im Vorfeld erzählen, hängt stark vom Alter und Temperament Ihres Kindes ab.

Kinder unter drei Jahren

Für die Kleinsten ist ein großer Mann mit Bart und Mitra zunächst vor allem fremd. Erzählen Sie in den Tagen davor mit einem Bilderbuch vom Nikolaus, damit die Figur vertraut wird. Planen Sie den Besuch kurz und lassen Sie Ihr Kind auf dem Arm oder Schoß sitzen.

Kindergartenkinder (3 bis 6 Jahre)

In diesem Alter ist die Vorfreude am größten. Üben Sie gemeinsam ein kurzes Nikolausgedicht oder ein Lied – das gibt Kindern etwas zu tun und macht sie stolz. Wichtig: Der Vortrag ist ein Angebot, keine Pflicht. Wer lieber nichts sagt, bekommt trotzdem seinen Sack.

Schulkinder (ab etwa 7 Jahren)

Größere Kinder stellen oft kritische Fragen. Nehmen Sie diese ernst und antworten Sie ehrlich, aber altersgerecht. Viele Familien machen gute Erfahrungen damit, ältere Geschwister in das „Geheimnis" einzuweihen und ihnen eine Aufgabe zu geben – etwa den Nikolaus an der Tür zu empfangen. So bleibt der Abend auch für sie besonders, und die Kleinen können weiter staunen.

4. Wenn Ihr Kind unsicher oder ängstlich ist

Die Sorge, das eigene Kind könnte sich fürchten, ist die häufigste, die wir von Eltern hören. Sie ist berechtigt – und mit etwas Vorbereitung meist unbegründet.

  • Sagen Sie es vorher: Erwähnen Sie ängstliche Kinder unbedingt beim Telefonat am Vortag. Der Nikolaus stellt sich darauf ein.
  • Nähe schaffen: Ihr Kind darf auf Ihrem Schoß sitzen bleiben. Niemand muss dem Nikolaus die Hand geben.
  • Auf Augenhöhe: Ein guter Nikolaus setzt sich hin, spricht ruhig und lässt Kindern Zeit.
  • Kein Druck: Wenn ein Kind zurückweicht, wird nichts erzwungen. Oft taut es auf, wenn es sieht, wie Geschwister oder Eltern mit dem Nikolaus sprechen.
  • Keine Drohungen vorab: Sätze wie „Wenn du nicht brav bist, sag ich's dem Nikolaus" machen aus einem schönen Abend eine Prüfung.

5. Am Abend des Besuchs

Nikolaus mit Mitra telefoniert am Vortag mit den Eltern, um den Besuch abzustimmen
Am Vortag ruft der Nikolaus an und klärt Uhrzeit, Geschenkübergabe und Besonderheiten.

Geschenke bereitstellen

Stellen Sie die Geschenke so bereit, dass Ihre Kinder sie nicht sehen, der Nikolaus sie aber unauffällig erreichen kann – zum Beispiel in einem Sack vor der Haustür, in der Garage oder beim Nachbarn. Wo genau, besprechen wir mit Ihnen am Vortag. Beschriften Sie die Päckchen mit den Vornamen, damit es keine Verwechslung gibt.

Die richtige Atmosphäre

  • Fernseher und Musik aus, Kerzen oder Lichterkette an.
  • Ein Stuhl für den Nikolaus, gut sichtbar für alle Kinder.
  • Haustiere im Zweifel in einen anderen Raum bringen.
  • Handy griffbereit für Fotos – aber bitte ohne Blitz und ohne dass jemand die ganze Zeit hinter dem Bildschirm steht.

Das Zeitfenster

Am 5. und 6. Dezember ist der Nikolaus auf einer festen Route unterwegs. Deshalb arbeiten wir mit Zeitfenstern; die genaue Ankunftszeit erfahren Sie beim Anruf am Vortag. Seien Sie ein paar Minuten vorher bereit, dann beginnt der Besuch entspannt.

6. Nach dem Besuch

Viele Kinder sind direkt nach dem Besuch still oder überwältigt. Das ist völlig normal. Geben Sie ihnen Zeit, das Erlebte zu verarbeiten, und sprechen Sie später in Ruhe darüber: Was hat der Nikolaus gesagt? Worüber hast du dich am meisten gefreut?

Eine schöne Idee ist, gemeinsam ein Bild für den Nikolaus zu malen oder die Fotos des Abends in ein kleines Album zu kleben. So wird aus einem Abend eine Erinnerung, die bleibt.

Die Checkliste zum Abhaken

WannWas
Wochen vorherTermin buchen, Anzahl der Kinder und Paket festlegen
Bei der BuchungAngaben für das Goldene Buch eintragen
Tage vorherGeschenke besorgen und beschriften, Gedicht üben
Am VortagAnruf des Nikolaus: Uhrzeit, Geschenkübergabe, Besonderheiten klären
Am AbendGeschenke deponieren, Raum vorbereiten, Handy für Fotos bereitlegen
DanachZeit zum Erzählen lassen, Erinnerungen festhalten

Häufige Fragen zur Vorbereitung

Wie lange dauert ein Nikolausbesuch?

Je nach Paket zwischen 20 und 35 Minuten. Das kurze Telefonat am Vortag kommt noch dazu.

Muss ich die Geschenke selbst besorgen?

Ja. Sie stellen die Geschenke bereit, der Nikolaus übergibt sie persönlich. Wo er sie abholt, klären wir beim Anruf am Vortag.

Können auch Kinder von Freunden oder Nachbarn dabei sein?

Ja. Geben Sie bei der Buchung einfach alle Kinder mit den Angaben für das Goldene Buch an, damit jedes Kind persönlich angesprochen wird.

Kommt der Nikolaus auch in Kindergärten oder zu Firmenfeiern?

Ja, im Raum Augsburg besuchen wir auch Kindergärten, Vereine, Firmen und Senioreneinrichtungen. Den Ablauf stimmen wir vorher mit Ihnen ab – mehr dazu auf unserer Nikolaus-Seite.

Sie möchten mehr über die Tradition erfahren, die hinter diesem Abend steckt? Lesen Sie die Geschichte des heiligen Nikolaus.

Bereit für den Nikolausabend? Sichern Sie sich Ihren Wunschtermin in Augsburg, Königsbrunn und Umgebung – mit persönlichem Anruf am Vortag.

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